Sternsingen 2020 in Mühlau

Für die Sternsingeraktion der Katholischen Jungschar Österreichs zogen 2020 in Mühlau wieder 36 Kinder und Jugendliche als Sternsinger und Begleiter von Haus zu Haus und sammelten insgesamt in € 9.591,79 an Spenden für Hilfsprojekte in auf der ganzen Welt.

Ihren Besuch dokumentierten sie mit Kreide an die Haustüre geschrieben, oder modern mit einem Aufkleber mit den Buchstaben C+M+B interpretiert mit: (Caspar, Melchior, Balthasar) bzw. dem lateinischen Spruch „Christus mansionem benedicat“, übersetzt: „Christus segne dieses Haus“

Im Jahr 2020  soll besonders das Sozialzentrum von MSDP (Mukuru Slums devolepment Projects) unterstützt werden, das die vom Leben auf der Staße traumatisierten Kinder und Jugendliche unterstützt. Betreuung, Unterstützung beim Schulbesuch und Sport bilden die ersten Schritte für ein gesteigertes Selbstbewusstsein und eine gute Zukunft. Eine gute Berufsausbildung sorgt für eine eigenständige Existenz.

 

Seit den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts ziehen die Sternsinger durch Mühlau.

Wikipedia schreibt zum Thema:

Als Sternsinger bezeichnet man eine Gruppe von Menschen – meist Kinder –, von denen dem Brauchtum gemäß drei als die Heiligen Drei Könige verkleidet sind. Sternsingergruppen ziehen in der Zeit von Weihnachten bis zum Fest der Erscheinung des Herrn am 6. Januar durch die Gemeinde, bringen an den Türen von Häusern und Wohnungen den Sternsingersegen an, inzensieren mit Weihrauch und sammeln auch Geld für wohltätige Zwecke. Der Heischebrauch des Sternsingens ist ab dem 16. Jahrhundert nachweisbar und wird auch als Dreikönigssingen (regional auch Dreikönigsingen) bezeichnet.

Der slowenische Salesianerpater Janez Rovan ist einer der „Begründer“ des modernen Sternsingens in Österreich. Auf Anregung des damaligen Pfarrers in Globasnitz im Jauntal (Kärnten) wurde im Jahr 1946 die Idee des Dreikönigssingens zugunsten Bedürftiger ins Leben gerufen. In Wien begründete der Beamte Franz Pollheimer 1946/1947 die Tradition des Sternsingens in der Großstadt, wobei bereits damals bis 1955 für soziale Zwecke, für den Wiederaufbau des Wiener Stephansdoms und für die Mission (MIVA = Missions-Verkehrs-Arbeitsgemeinschaft) gesammelt wurde. Die Präsenz der Wiener Sternsinger in den Medien und in der Öffentlichkeit – um 1951/1952 begleiteten tausende Wiener die Gruppe auf dem Weg zum Stephansdom – und die Zusammenarbeit mit der MIVA und deren Direktor Karl Kumpfmüller führte schließlich zur Institutionalisierung der Sternsingeraktion durch die Katholische Jungschar. Im Jahr 1949 begann Franz Sommer mit den Vorbereitungen für das Dreikönigssingen in der Steiermark.

Dreikönigsaktion

Seit 1954 organisiert die Katholische Jungschar Österreich Sternsingen. Die Dreikönigsaktion, das Hilfswerk der Katholischen Jungschar verwaltet die gesammelten Spenden und unterstützt damit jährlich rund 500 Projekte in 20 Ländern in Afrika, Asien und Lateinamerika. Die heute rund 85.000 Sternsinger verkündigen die Frohe Botschaft, bringen Segen in die Häuser und sammeln Spenden. Bei der 64. Sternsingeraktion 2018 wurden 17,5 Millionen Euro gesammelt. Diese Spenden kommen mehr als einer Million Menschen in Afrika, Lateinamerika und Asien zugute, insgesamt wurden für die Sternsinger seit 1954 435 Millionen Euro gespendet. In Österreich ist die Dreikönigsaktion die mittlerweile größte jährlich stattfindende Hilfsaktion.