DenkSportWeg

Am Schillerweg, der sich vom “Judenbühel” bis zur Mündung in die “Josef-Schraffl-Str.” beim ehemaligen Gasthaus Schillerhof erstreckt, setzten viele junge Mühlauer/innen ihre “ersten Schritte” beim Familienspaziergang, und die Senioren konnten gemütlich Ihre Runden drehen. In den letzten Jahren hat sich dies grundlegend geändert. Joggen, Wandern, Down-Hill Trail, Mountainbiken, Spaziergänge mit Hunden und viele weitere Aktivitäten beleben heute den Weg. Die einstige Ruhe ist verflogen.

Etwa auf der Hälfte des Weges lädt aber auch heute noch die “Bederlungerquelle” am seit einigen Jahre neu errichteten Standort zur Rast ein.

Anlässlich der Erbauung des Schillerweges im Jahre 1905 wurde an der vorspringenden Kurve des Weges westlich vom Eckenried durch den Innsbrucker Verschönerungsverein ein laufender Brunnen mit unentgeltlicher Hilfe von Adrian und Anton Todeschini errichtet. Er wurde durch eine etwa 40 m höher liegenden Quelle mittels Eisenrohrleitung gespeist und nach dem Gründungs- und Ehrenmitglied des Innsbruker Verschönerungsvereines benannt. Diese Quelle befand sich etwas oberhalb der zu den Häusern Otto Rainer, Anton Wieser und Dr. Todeschini gehörenden Brunnenstube. Die Gemeinde Mühlau hat das Wasser dieser Quelle bis zur Menge von 9l/Minute auf Widerruf dem Innsbrucker Verschönerungsverein zwecks Speisung des als “Bederlungerquelle” bezeichneten laufenden Brunnen überlassen. Seit 1983 wurde der Brunnen mit Stadtwasser gespeist. Im Zuge der Errichtung der Krafwerksleitung restaurierte der Innsbrucker Verschönerungsverein die Brunnenschale und die Stadt Innsbruck baute diese am neuen Standort ein.

Im Jahre 2015 ging die Volksschule Mühlau anlässlich eines Projektes mit der DorfWerkStatt Mühlau auf die “Schatzsuche” nach wertvollem Wasser der alten Quellstube.

Bei der Erarbeitung des Positionspapiers durch die Projektgruppe “Grüner Lebensraum” in Mühlau – “Frei- und Spielflächen” in Mühlau wurden bereits 2016 auch die Möglichkeiten sondiert den Schillerweg als Freifläche attraktiver zu gestalten.

Dieses Jahr gaben die entlang des Schillerweges errichteten Holzstangen Anlass zur Diskussion, was es wohl damit auf sich hat. Bald lichtete sich das Rätsel und die Stadt informiert nach Fertigstellung über den “DenkSportWeg” am Schillerweg.

“Der DenkSportWeg” – eine Bereicherung für das Begehen des “Schillerweges”

Weitere Informationen unter:  www.denksportweg.at.

Seniorentreff Mühlau

Liebe geschätzte Mühlauer Senioren*innen!

Sie haben es sicher schon alle bemerkt, wie schnell die Tage nun länger werden. An sonnigen Tagen dürfen wir schon die wärmenden Sonnenstrahlen spüren und genießen. Die Vögel zwitschern uns ein Lied und die Amseln bauen ein neues frisches zuhause für den Nachwuchs.

Warum heißt der März eigentlich – März?

Der März ist nach dem römischen Kriegsgott Mars benannt und heißt im Lateinischen Martius. Auf Deutsch existieren die veralteten Begriffe Lenzing oder Lenzmond für den Monat. Da im März der Frühling auf der Nordhalbkugel beginnt, war der März im frühen römischen Kalender der erste Monat des Jahres. Januar und Februar existierten noch nicht. Um 450 v. Chr. wurde der Jahresbeginn auf den Januar verlegt. Dieses Arrangement wurde dann im julianischen Kalender und später im heute gebräuchlichen gregorianischen Kalender beibehalten.

Im alten Rom galt der März als die Jahreszeit, zu der nach der Winterpause ein bewaffneter Konflikt wieder aufgenommen wurde.

Auf der Nordhalbkugel der Erde, also unter anderem in Deutschland und im restlichen Europa, beginnt im März der Frühling, südlich des Äquators der Herbst. Der kalendarische Frühling erstreckt sich in allen Erdregionen von der Frühjahrs-Tagundnachtgleiche bis zur Sommersonnenwende. Nördlich des Äquators beinhaltet diese Zeitspanne die letzten Tage im März, den gesamten April und Mai sowie die ersten Wochen im Juni. Auf der Südhalbkugel dauert das Frühjahr von September bis Dezember.©Wikipedia

Die Räumlichkeiten der Dorfstube bleiben bis auf weiteres geschlossen. Ansonsten bin ich am Mittwoch Nachmittag von 15.00 bis 16.00 Uhr immer für ein Gespräch in Mühlau anzutreffen. Wenn Sie Fragen haben oder etwas brauchen, bitte rufen Sie an oder kommen vorbei.

Unsere liebe Evelyn hat für den Beginn der Fastenzeit wieder einen ganz wertvollen Denkimpulse für uns bereitgestellt.

Ich wünsche Ihnen eine gute Zeit, bleiben sie alle Xsund und vergessen Sie den Humor nicht J.

Die Sprechstunden am Mittwoch und Donnerstag von 10.00 bis 12.00 Uhr finden unter den aktuellen Schutzbestimmungen statt.

Ich grüße Sie alle ganz herzlich!

Elisabeth Sendlhofer

SZ Hötting Mühlau, Stadtteilkoordinatorin

Verzichten und Hoffen

Die Fastenzeit beginnt mit dem Aschermittwoch (heuer 17.02.) und dauert bis zum Hochfest Ostern. Zieht man die Sonntage dieser Zeit ab, handelt es sich also um 40 Tage. Die Zahl 40 geht auf die Erzählung aus der Bibel zurück, in der Jesus selbst so lange in die Wüste geführt wurde (Mt 4,1-11). Die Zeit wird als Vorbereitung und Besinnung auf das Osterfest gesehen und geht traditionellerweise damit einher, dass auf Dinge verzichtet wird, die einem lieb sind. Am Ende dieses Weges steht Ostern als Fest der Hoffnung, welche für uns Christ*innen mit der Auferstehung Jesu über den Tod hinaus besteht und in unser Leben hineinwirkt.

Blickt man in das vergangene Jahr, prägt der Verzicht unseren Alltag nun schon viel mehr als 40 Tage. Wir verzichten auf Urlaub, Shoppingtage und unser Lieblingsessen im Restaurant. Wir verzichten aber auch darauf, unsere Freund*innen und Familien zu treffen und unser momentanes Leben ist beeinträchtigt von gesundheitlichen und finanziellen Sorgen. Wir warten schon alle sehnsüchtig, auf das „Fest“ am Ende dieser Krise. Auch die Hoffnung begleitet uns also schon von Anfang an. Viele von uns sind das Verzichten und sogar das Hoffen leid und der Weg scheint für Viele endlos zu sein… zu viele Hoffnungen auf Besserung wurden enttäuscht. Ich habe lange überlegt, welchen kraftspendenden Gedanken ich Ihnen in diese Fastenzeit mitgeben möchte – nun wird es mehr ein Wunsch: Verzagen Sie nicht und hoffen Sie weiter, auch wenn es in Zeiten wie diesen oft schwerfällt.

…Alles nimmt ein gutes Ende für den, der warten kann…

(Leo Tolstoi)

Totznhackn

Mit dem Einsetzen des Frühjahres im März war von Hötting über die MARTHA-Dörfer die Jugend mit ihren Totzn (Wurfkreisel) unterwegs und hackten aus einem mit Kreide aufgezeichneten Kreis eine Münze heraus. Vorbeigehende Passanten setzten ihren “Groschen” (Kleingeld) in den Kreis und wer als Erster die Münze mit dem Totzn aus dem Kreis hacken konnte und der Totzn sich drehte, bekam das eingesetzte Geld. Am Palmsonntag lebt das Totznhackn in Mühlau nach der Messe am Platz des Pfarrwidum wieder auf. Der folgende Kurzfilm von Christoph Weingartner zeigt die Anfertigung der Totzn durch das Mühlauer Orginal: Willi Schlögl (✝) und die “alten” Mühlauer beim Weitergeben der Tradition an die Jungen.

Blick über den Tellerrand hinaus

Unser Blick über den Tellerrand hinaus

Mit der Aktion Familienfasttag wollen wir heuer dazu anregen, wie die Frauen aus dem westlichen Hochland Guatemalas, eine neue Beziehung zu unseren Nahrungsmitteln aufzubauen und die Landwirtschaft, die Natur zu pflegen. Die Kleinbäuerinnen regen uns an, gemeinsam nach Alternativen zu suchen, einen Wandel und ein Umdenken bezüglich, Lebensmittel und Ernährung, anzustoßen. Denn das „Recht auf ein Gutes Leben für alle“, darf weder Frage des Einkommens, des Wohnortes noch des Geschlechts sein.

Nähere Informationen: Kath. Frauenbewegung zum Projekt der heurigen Fastensuppenaktion – https://www.kfb.at/

Rezept Unkrautsuppe:

Zutaten:  Zwiebel, Öl zum Anschwitzen,

 1 l Gemüsefond, 3 mittelgroße, eher festkochende Kartoffeln

1 Handvoll junger Brennnesselblätter

1 Handvoll gemischter  Unkräuter zB Schafgarbe, Thymian, Spitzwegerich, Gundelrebe, Vogelmiere, Frauenmantel, Löwenzahnblätter, Giersch, Malvenblätter, Hirtentäschel, guter Heinrich, Taubnessel, Brunnenkresse, Ehrenpreis, Wiesenbärenklau

je nach Saison – je vielfältiger desto besser

Zubereitung: Die Zwiebel fein hacken, anrösten und mit dem Fond aufgießen. Die Kartoffeln schälen,  in lange Streifen schneiden und bissfest in der Suppe kochen. Die Kräuter bei Bedarf waschen, zupfen, fein schneiden und kurz vor dem Servieren der Suppe zugeben. Salzen und mit Knoblauch abschmecken.              Anna Holzer, Strumerhof, Osttirol

Rezept Heusuppe:

Fastensuppe

To-Gohttps://www.dibk.at/Media/Pfarren/Innsbruck-Muehlau-Seelsorgeraum-Arzl-Muehlau-Saggen

Sonntag, 28.02.2021 – nach dem 10.15 Uhr Gottesdienst – Fastensuppe zum Mitnehmen

Kontaktpersonen: Frau Fürhapter Bernadette, Frau Liebentritt Waltraud

Mühlauer Frühlingsfenster

Das Leuchten ist geweckt, die Sehnsucht hat ein Ende. Zuversicht blüht“. ©Marie A

Liebe Geschätzte Mühlauer*innen!

Nun liegt bereits ein langes herausforderndes Jahr hinter uns allen. Die Natur mit ihrem ureigenen Rhythmus zeigt uns langsam ihr Aufwachen und Erblühen. Wir möchten Sie/ euch mit den kommenden wöchentlichen Impulsen in den Frühling begleiten. Es gilt neben Corona, mit all seinen Begleitumständen, auch die schönen Seiten der Natur und des Lebens nicht zu vergessen.

Wir möchten Sie/ euch, ob groß oder klein, durch die vielseitigen kreativen Fenstergestaltungen Freude bereiten und Anregungen bieten.

Die Pfarre Mühlau, der Katholische Familienverband, die Bücherei, Landart, die DorfWerkStatt und das ISD Sozialzentrum haben die Aktion unterstützt und wir dürfen uns auf schöne interessante Beiträge freuen.

Ein herzliches Danke und viel Freude!

Elisabeth Sendlhofer
SZ Hötting Mühlau, Stadtteilkoordinatorin

Anregungen aus dem Mühlauer Frühlingsfenster:

10 Fragen zum Frühling:

Copyright: www.grundschule-arbeitsblaetter.de                      Online-Quiz für Grundschüler: www.lern-quiz.de Bildquelle: www.pixabay.com (lizenzfreie Bilder)

Der Frühling ist eine schöne Jahreszeit. Weißt Du was alles im Frühling geschieht?

                        Beantworte die Fragen zu diesem Thema. Viel Spaß!

1. Wann beginnt laut Kalender der Frühling? Kreuze die richtige Antwort an

2. Nenne die drei Frühlingsmonate

3. Welche Feiertage finden im Frühling statt? Male zur richtigen Antwort ein passendes Motiv.

4. Kreuze das typische Frühlingswetter an.

5. Welche Frühblüher kennst Du? Nenne drei davon.

6. Wie verhalten sich Vögel im Frühling? Beschreibe kurz ihr Verhalten und male ein passendes Bild dazu.

7. Welche Sportarten kannst Du im Frühling ausüben? Kreuze die richtige Antwort an.

8. Welches Tier erwacht im Frühling aus dem Winterschlaf?

9. Wie sieht ein Baum im Frühling aus?

Male den Baum fertig.

10. Wie wird der Frühling noch genannt?

      Nenne zwei Bezeichnungen.

Seniorentreff Mühlau

Liebe geschätzte Mühlauer Senioren*innen!

„Es werden wieder Zeiten kommen, in denen das einzig ansteckende das Lachen ist“.

Dieser Spruch ist mir letzte Woche zufällig in die Hände gefallen und ich musste wie so oft an die wöchentlichen Runden des Seniorentreffs denken. Es ist still geworden in der Dorfstube. Wir alle würden uns natürlich lieber gerne persönlich treffen, um gemeinsam Körper und Geist zu fordern. Das geht jetzt leider nicht.

Wir können diese außergewöhnliche Zeit aber auch nützen, um weiterhin unsere Kontakte telefonisch oder per Brief oder SMS zu pflegen. Auch der Humor und der Blick auf all das Schöne, das durch Corona nicht zerstört werden kann umgibt uns täglich.

Ich wünsche Ihnen dieses Lachen und auch den Blick auf die schönen Augenblicke im Leben. Ein Kinderlachen, ein Hauch von Frühling in der Luft ein nettes Gespräch mit einem Nachbarn.

Die Sprechstunden am Mittwoch und Donnerstag von 10.00 bis 12.00 Uhr finden während des derzeitigen Lockdowns bis auf weiteres mit telefonischer Voranmeldung statt. Ansonsten muss die Dorfstube bis dahin auch geschlossen bleiben!

Bitte melden Sie sich, wenn sie Hilfe benötigen!

Herzliche Grüße und bleiben sie gesund!

Elisabeth Sendlhofer
SZ Hötting Mühlau, Stadtteilkoordinatorin

Tel. +43 (0) 512 / 5331-7520,  Fax-DW 7599
Mobil +43 (0) 664 / 80093-7520
e.sendlhofer@isd.or.at
www.isd.or.at 

3. Februar – Blasius, Philipp v. V., Ansgar; – St. Blasius stößt dem Winter die Hörner ab.

Legende

Blasius (3. Februar) war zuerst Arzt, wurde später Bischof von Sebaste in Armenien und ist 316 als Märtyrer bei einer Christenverfolgung unter Kaiser Diokletian gestorben.

Er ist einer der vierzehn Nothelfer und darunter erkenntlich als bejahrter Bischof entweder mit einer eisernen Hechel oder Zange, womit er zerfleischt wurde, oder durch zwei übereinander gekreuzte Kerzen. Nach der Legende rettete er einen Knaben, der eine Fischgräte verschluckt hatte, vor dem Ersticken und wurde schon im 6. Jahrhundert als Helfer gegen Halskrankheiten verehrt. Er galt als einstiger Arzt auch als Patron der Ärzte. Wegen der Hechel wählten ihn die Weber und Hutmacher zu ihrem Schutzherrn.

Der heilige Blasius auf einem Wandbild in Telfs Blasius ist im bischöflichen Ornat dargestellt, der Knabe links mit den gekreuzten Händen verweist auf die Rettung vor dem Erstickungstod und dem heutigen Blasiussegen. © Berit Mrugalska, 4. Dezember 2004 (Bildnachweis: SAGEN.at)

Hintergrundinformation aus volkskundlicher Sicht:

Das Volk nennt ihn den “Halsweh-Heiligen”, und die Kirche erteilt den Blasiussegen. Zwei Kerzen werden in Form des Andreaskreuzes vor den Hals gehalten, wobei der Priester betet: “Durch die Fürbitte des heiligen Bischofs und Märtyrers Blasius befreie dich Gott vor jedem Halsleiden und jedem anderen Leiden. Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes!”

In der Kapelle des Schlosses Braunsberg über Lana suchte man Heilung von Halsleiden durch Trunk aus einem Kelche, die Blasiusminne. Minne bedeutete im Althochdeutsch “Erinnerung, Gedächtnis”, und den germanischen Brauch, zu Ehren eines Gottes oder eines Toten die Minne zu trinken. Der Ahnenkult wurde auf Götter und im Christentum auf Gott, Märtyrer und Heilige übertragen. Auch solches Minnetrinken (nicht nur beim Abschied vor einer Reise) lebt bis heute wie etwa bei uns der Totentrunk nach dem Begräbnisse, der “Pietschen”. Viele Heilige wurden einst durch den Minnetrunk verehrt bis zur Ausartung, die von Kirche und Staat eingedämmt wurde. Geblieben sind die Blasius-, Johannis-, Martins-, Gertruden- und Sebastians- Minne.

Viele Orte sind nach dem Heiligen benannt und manche Berge tragen seinen Namen wie beispielsweise der “Blasiuszeiger” in der Texelgruppe bei Meran. © Berit Mrugalska, September 2004.

Brauchtum

In der Brixener Gegend muss der Bauer Knecht und Dirn zum Blasiussegen in die Stadt gehen lassen und ihnen das Mittagessen zahlen. In Schlanders wird ein eigener Dienstbotengottesdienst gehalten.

In früheren Zeiten wurde auch Blasiuswasser geweiht, man segnete damit das Vieh und gab ihm davon zu trinken, denn Blasius galt auch als Schutzpatron des Viehes. ©SAGEN.at



©Schloss Braunsberg Lana

Seniorentreff Mühlau

Seniorentreff Mühlau           

Liebe geschätzte Mühlauer Senioren*innen!

Leider können wir den wöchentlichen Seniorentreff in der Dorfstube Mühlau derzeit noch nicht anbieten.

Die Sprechstunden am Mittwoch und Donnerstag von 10.00 bis 12.00 Uhr finden während des derzeitigen Lockdown bis Ende Jänner 2021 mit telefonischer Voranmeldung statt. Bitte melden Sie sich, wenn sie Hilfe benötigen!

Gedanken für den Jahresbeginn hat uns Frau Evelyn Gollenz von der Pfarre Mühlau zusammengestellt:

Neujahr – Vom guten Vorsatz und vom Scheitern

Das Jahr 2020 geht zu Ende, das Jahr 2021 beginnt… Trotz des sehr speziellen Jahres und der vielen Dinge, die anders sind als normalerweise, bleibt eines gleich: die Neujahrsvorsätze. Ein wenig abnehmen, mehr auf die Familie schauen oder endlich mit dem Rauchen aufhören… sie sind vielseitig und doch kennen wir sie alle. Und was wir mindestens genauso gut kennen, ist das Gefühl des Scheiterns, das Gefühl, es wieder einmal nicht geschafft zu haben. Oft geben wir dann sogar schon auf, bevor wir etwas versucht haben, um diesem Gefühl zu entkommen oder wir setzen uns gleich neue – härtere – Ziele um unser Scheitern auszugleichen. Es fällt schwer anzuerkennen, dass das Scheitern wohl zum Leben dazugehört und uns alle betrifft. Und es fällt vor allem schwer, mit dem ganz persönlichen Versagen umzugehen und verständnisvoll mit sich selbst zu sein. Denn wir sind oft selbst unsere strengsten Richter.

Blicken wir in die Bibel finden wir eine Reihe von Erzählungen, die von Umkehr und dem guten Willen sprechen und mindestens genauso viele, die vom Scheitern und von Sünden berichten. Jesus begegnet den scheiternden Menschen stets verständnisvoll, wenn er z.B. zu Petrus, der ihn leugnen wird, sagt: „Und wenn du dich wieder bekehrt hast, dann stärke deine Brüder.“ (Lk 22,23) Gleichzeitig fordert er auch auf, das Scheitern anderer nicht zu verurteilen, wie z.B. in der Stelle mit der Ehebrecherin (Joh 8,1-11). Dies alles zeigt uns aber auch, dass wir selbst scheitern dürfen und darauf vertrauen können, dass Gott auch uns liebevoll begegnet und seine Liebe auch andere dazu ermutigt, uns nicht zu verurteilen. Jetzt fehlt nur noch, dass wir uns auch selbst vergeben und liebevoll auf uns blicken. Damit wir es wagen können, uns auf neue Ziele einzulassen.

…Blicke liebevoll auf dich selbst…

Herzliche Grüße,

Elisabeth Sendlhofer
SZ Hötting Mühlau, Stadtteilkoordinatorin

Tel. +43 (0) 512 / 5331-7520,  Fax-DW 7599
Mobil +43 (0) 664 / 80093-7520
e.sendlhofer@isd.or.at
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